In Schweden habe ich meine Wohlfühlzone verlassen

Sandro Nowak ist angehender Fachinformatiker bei COSMO CONSULT Münster. Im September arbeitete er im Rahmen eines Auslandspraktikums vier Wochen lang am Standort in Göteborg. Rückblickend ist der Aufenthalt in Schweden für ihn ein wichtiger Baustein der Berufsausbildung.

Wie bist du auf die Idee gekommen, für einen Monat ins Ausland zu gehen? Ein Auslandsaufenthalt ist im dualen Ausbildungssystem eigentlich nicht vorgesehen.

Sandro: Meine Schule, das Ludwig Erhardt Berufskolleg in Münster, hat mich auf die Idee gebracht, als das Kooperationsprojekt „Reaching Out for Europe“ vorgestellt wurde. Es wird von der Europäischen Kommission gefördert und vermittelt Auslandspraktika an Auszubildende. Da habe ich mir gedacht: Das könntest du doch eigentlich auch machen.

Auf welche Weise wird das Auslandspraktikum gefördert?

Sandro: Es gibt einen Reisekostenzuschuss. Die Ausbildungsvergütung wurde während der Zeit weitergezahlt.

Lesen Sie hier Sandros Auslandstagebuch

Wie hast du einen Praktikumsplatz gefunden?

Sandro: Das Unternehmen kann man bei dem Programm frei wählen. Für mich war es wichtig, dass ich mein Auslandspraktikum innerhalb der COSMO CONSULT-Gruppe absolviere. So kann ich Kontakte knüpfen und mich mit Themen beschäftigen, die mich beruflich interessieren. Zu meinem Glück ist COSMO CONSULT ein internationales Unternehmen. Wichtig war für mich ein Ort, an dem ich mit Englisch gut klarkomme. Schweden war da ideal.

War es schwer, den Auslandsaufenthalt an deinem Arbeitsplatz in Münster durchzusetzen?

Sandro: Ein Problem war, dass in Schweden niemand das deutsche Ausbildungssystem kennt. Mit Begriffen wie „Azubi“ konnte dort keiner etwas anfangen. Da man nicht so recht wusste, was auf einen zukommt und war man anfangs eher etwas zurückhaltend. Mein „Heimatstandort“ Münster hat mich aber prima unterstützt. Es hat ein bisschen gedauert, aber am Ende haben wir es gemeinsam geschafft. Der nächste Azubi hat es da sicher etwas leichter.

Was sollte man als junger Mensch für ein Auslandspraktikum mitbringen? Und wie groß sind die Unterschiede zwischen Schweden und Deutschland?

Sandro: Neugier auf die Menschen, die man kennenlernen wird und kulturelle Offenheit für andere Bräuche und Arbeitsweisen sind sicher hilfreich. Obwohl die Unterschiede zwischen Schweden und Deutschland jetzt nicht so riesig sind. Was mir aufgefallen ist: In Schweden geht es insgesamt ruhiger zu als bei uns. Das kann daran liegen, dass die Schweden allgemein gelassener sind. Vielleicht sind sie aber auch einfach besser organisiert und weniger verbissen.

Was haben dir die vier Wochen in Göteborg persönlich gebracht?

Sandro: Ein Auslandspraktikum ist ein Sprung ins kalte Wasser: Ein anderes Land, eine andere Sprache. Menschen, die man vorher noch nie gesehen hat. Neue Aufgaben. Da ist man anfangs schon ein bisschen auf sich allein gestellt. Ich glaube, ich bin in der Zeit selbstständiger geworden, weil ich meine Komfortzone verlassen musste. Dafür habe ich viele nette Menschen getroffen und Göteborg kennengelernt.

Deine Ausbildung endet in wenigen Monaten. Was hast du danach vor?

Sandro: COSMO CONSULT hat mir bereits sehr früh signalisiert, dass man mich nach Ende der Ausbildung weiter beschäftigen möchte. Das Angebot stimmte. Die Projekte sind interessant und abwechslungsreich. Von daher freue mich sehr, als Fachinformatiker bald mehr Verantwortung zu übernehmen.

 „Auslandsaufenthalte sind gerade für junge Menschen eine wichtige Erfahrung, um den eigenen Horizont zu erweitern, Sprachkenntnisse zu vertiefen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Als weltweit aktive IT-Company profitieren wir davon, wenn sich unsere Mitarbeiter in international besetzten Teams schnell zurechtfinden. 

Viele Auszubildende können sich ein Auslandspraktikum gut vorstellen. Und dafür sind wir absolut offen. Stimmen die Voraussetzungen, finden wir einen Weg, die Wünsche zu erfüllen. Die Schweden waren zum Beispiel sehr angetan und werden sich weiter an einem Austausch innerhalb der COSMO CONSULT-Gruppe beteiligen. Auch hier in Deutschland würden wir gern mehr jungen Menschen die Chance geben, Auslandserfahrungen zu sammeln.“

Kim Helmig, HR LEAD-DACH Region bei der COSMO CONSULT-Gruppe.

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