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Cloud-Services entschärfen die Schnittstellenproblematik bei der Digitalisierung

Björn Lorenz01.08.2017

Bei vielen mittelständischen Unternehmen ist das Sicherheitskonzept relativ einfach gestrickt: Der Server befindet sich irgendwo in einem dunklen Raum. Eine Firewall schützt ihn vor den Gefahren des Internets. Mobile Zugriffe sind nur über VPN-Tunnel möglich. Die sind zwar technisch aufwendig, doch in den meisten Fällen ist es ja bislang gut gegangen. Warum also etwas ändern? 

Digitalisierung verlangt offene Systeme

Cloud & Integration

Durch die Sicherheitsbrille betrachtet, ist die Haltung verständlich. Allerdings werden sich im Zuge der Digitalisierung die Geschäftsmodelle ändern: Es wird neue Produkte und Dienstleistungen geben, man wird enger mit Partnern und Zulieferern zusammenarbeiten, die Kundenanforderungen werden steigen. In der Fertigung melden künftig Sensoren den Maschinenzustand, in der Logistik Geo-Tags den Standort von Fahrzeugen oder Waren. Das funktioniert jedoch nur, wenn man die bislang abgeschottete Systemlandschaft ein Stück weit für die Außenwelt öffnet. Nur dann lassen sich Zulieferer einbinden, Kunden informieren und Paketdienste automatisch beauftragen. Mehr Offenheit bedeutet jedoch zwangsläufig mehr Schnittstellen. An dieser Stelle legen viele IT-Manager die Stirn in Falten.

Bestehende Infrastruktur allein nicht zukunftssicher

Schnittstellen und Anbindungen sind ein Risiko für herkömmliche IT-Infrastrukturen. Ein Einfallstor, über das sich Angreifer Zugang zu Unternehmensservern und der betrieblichen Softwarelandschaft verschaffen könnten. Sicher, man kann sich schützen. Doch der Aufwand ist hoch. Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung einer Schnittstelle erschreckend kurz ist. Bei den Sensoren ist beispielsweise technische Entwicklung rasant. Gleichzeitig fallen die Preise. Die Geräte dürften eher früher als später getauscht werden – und mit ihnen die dazugehörige Schnittstelle. Mit dem eher behäbigen Management eines nach innen gerichteten, abgeschotteten ERP-Systems ist das schwerlich kompatibel. Es spricht also einiges dafür, künftig etwas anders zu machen. 

In der Cloud ist Integration effizienter

Die beste Option führt dabei auf direktem Weg in die Cloud. Nein, es geht nicht darum, das ERP-System auszulagern. Es geht um die Cloud als Integrationsplattform. Wenn es einen perfekten Ort für eine solche Datendrehscheibe gibt, dann liegt er hier. Der Cloud ist es schließlich egal, wo die angeschlossenen Systeme physisch betrieben werden und wer von wo aus darauf zugreift. Statt also viel Zeit damit zu verbringen, unzählige Schnittstellen wie einen Flohzirkus zu hüten, gibt es nur noch eine Anbindung: die zum Cloud-Anbieter. Hier kümmern sich die Profis um Wartung, Pflege und Sicherheit der verschiedenen Kommunikationskanäle. Hinzu kommt, dass Cloud-Lösungen von vielen Unternehmen genutzt werden. Dadurch ergeben sich bei der Schnittstellenpflege erhebliche Skaleneffekte. 

Mehr Effizienz und Sicherheit

Wie gut solche Konzepte funktionieren, lässt sich beim E-Commerce beobachten: Hier organisieren Online-Integrationsplattformen den Datenaustausch zwischen der ERP-Software auf der einen und den unzähligen Online-Marktplätzen auf der anderen Seite. Statt Amazon, eBay, Zalando & Co. aufwändig einzeln anzubinden, gibt es nur einen einzigen Kanal. Auf diese Weise lassen sich massiv Implementierungs- und Betriebskosten einsparen. Und was die Sicherheit betrifft: Große, spezialisierte Rechenzentrum erreichen ohnehin ein sehr viel höheres Niveau, als es mittelständische Unternehmen je realisieren könnten. Schließlich gehören Datenschutz und Datensicherheit hier zum Kerngeschäft.

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