Collaboration

Neuerungen der ersten MICROSOFT POWER PLATFORM RELEASE WAVE 2021

Sabine Meißner

No-Code und Low-Code 

"The future of coding is no coding at all.", sagte Chris Wanstrath, Ex-CEO von GitHub – zu Deutsch: „Die Zukunft des Programmierens ist nicht zu programmieren.“ 

Die heutigen Technologieplattformen sind auf die Bereitstellung von Low-Code-Lösungen ausgerichtet. Laut Microsoft nutzen bereits 86 % der Fortune-500-Unternehmen Power Apps und 97 % verwenden ein Element der Power Platform. 

No-Code- oder Low-Code-Entwicklungsplattformen bieten Ihnen die Möglichkeit Anwendungen zu erstellen, ohne selbst über Programmierkenntnisse zu verfügen. Diese Umgebung verwendet eine intuitive Benutzeroberfläche, die es AnwenderInnen ermöglicht per Drag & Drop Komponenten anzuordnen, um schnell Lösungen für die individuellen Geschäftsanforderungen zu erstellen. Funktionales Design und eine praxisfreundliche Benutzererfahrung sind Pflicht. Dank der Power Platform kann die Fachabteilung diese Lösungen direkt realisieren, ohne zeilenweise Code zu schreiben. 

Folgende Darstellung zeigt die vier Tools, die unter der Microsoft Power Platform einzuordnen sind. Deren Neuerungen werden nachfolgend näher beschrieben. 

Blog

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in diesem Blogbeitrag von Andreas Thumfahrt. 

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Neuerungen in den vier Tools der Microsoft Power Platform

Microsoft Power BI investiert weiterhin in drei Schlüsselbereiche, um eine Kultur der Daten zu erschaffen. Im Zentrum steht ein begreifbares Datenerlebnis, moderne Enterprise BI und eine benutzerfreundliche Anwendung. Auch komplexe Informationen einfach zu durchdringen. 
Flexible Lizenzmodelle bieten benutzer- und kapazitätsbasierte Lizenzierungsoptionen und ermöglichen somit einen günstigeren Einstieg in die datenbasierte Business Intelligence. 

Power BI Embedded stellt eine neue Generation des Produkts dar, die Kunden dabei hilft, ihren ROI zu steigern, schnell zu skalieren und eine bis zu 16-fach höhere Leistung zu erzielen. Darüber hinaus erhalten Kunden einen Einblick in die Auslastung auf Arbeitsplatzebene, was wiederum eine konsistente Nutzungsanalyse und Kostenverwaltung ermöglicht. 

Power Virtual Agents bietet unter anderem Listenvariablen, Themenvorschläge aus Bot-Sessions und adaptive Karten. Die Power Automate-Integration umfasst außerdem verbesserte Fehlerbehandlung und Trigger-Verwaltung für neue Themen. 

Die Power Automate-Erweiterungen für cloudbasierte Flows fügen einen Trigger hinzu, wenn eine Aktion in Microsoft Dataverse ausgeführt wird. Diese Funktion verbessert das Zusammenspiel mit dem Common Events Model. Auch die Anbindung an Dynamics 365 Finance and Operations erfährt somit eine Optimierung. 
Neu in dieser Version ist der Process Advisor: Eine Process-Mining-Funktion, welche Visualisierungen für die Arbeitsweise von Mitarbeitern bereitstellt. Benutzer können dadurch sich wiederholende, zeitaufwendige Prozesse identifizieren – jene Prozesse also, die sich bestens für eine Automatisierung eignen. Power Automate Desktop vereinfacht wiederum das Aufzeichnen und Reproduzieren von wiederkehrenden Abläufen. Diese Vorgehensweise ist vielen aus Excel vertraut – oder auch als Makro-Aufzeichnung bekannt. 

Außerdem kündigt Microsoft für die Power Platform eine ganze Reihe neuer Funktionen zur Regel- und Richtliniensteuerung sowie Administration an. Es geht darum, Administratoren und Softwaredienstleister dabei zu unterstützen, hohe Sicherheitsstandards umzusetzen sowie Vorschriften einzuhalten. Neue Features helfen die Plattform und ihre Komponenten im gesamten Unternehmen aufzubauen, einzurichten, zu sichern, zu verwalten, zu steuern und deren Nutzung zu überwachen

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Neue Funktionen und Erweiterungen

Einige der angekündigten neuen Funktionen und Erweiterungen für modellgesteuerte Anwendungen, einschließlich Dynamics 365, sind: 

In-App-Benachrichtigungen - Popup-Benachrichtigungen oder die Benachrichtigungszentrale können verwendet werden, um den Benutzern Benachrichtigungen anzuzeigen. Sie können aus dem System heraus, mit Power Automate oder mit externen Systemen gesendet werden. 

Detaillierte Visualisierung von Prozessabläufen auf mobilen Geräten - einschließlich Name und Betriebszeit. 

Verbesserte Navigation in modellgesteuerten Apps - die Bearbeitung wird vereinfacht durch eine neue Sidebar zum Öffnen einer weiteren Seite, während die aktuelle geöffnet bleibt. 

Verbesserte globale Relevanzsuche - einschließlich einer neu gestalteten Ergebnisseite. 

Hier finden Sie konkrete Anwendungstipps und Beispiele: Relevanzsuche - Power Apps | Microsoft Docs 

Duplikaterkennung und -zusammenführung - die kürzlich eingeführten neuen Erfahrungen für diese Prozesse sind nun Standard. 

Fazit

Power Platform stellt uns vier Tools zur Verfügung, die in ihren einzelnen Bereichen stark sind und in Verbindung miteinander eine besonders leistungsfähige Umgebung bilden.  Sehr komplexe Anwendungen zu erstellen, die auf den Anforderungen des Unternehmens basieren, wird somit schnell und flexibel möglich. Darüber hinaus bietet die Power Platform eine sehr intuitive und einfach zu bedienende Oberfläche. Das Key Takeaway ist, dass man kein Programmierer sein muss, um mit der Arbeit zu beginnen. All diese Erneuerungen ermöglichen uns schnelle und agile Prozesse, welche sich wiederum in Zeitersparnis bei der Entwicklung von Anwendungen niederschlagen. 

Hier finden Sie eine detaillierte, technische Dokumentation von Microsoft: 

Microsoft Power Platform – Überblick über den Plan des 1. Veröffentlichungszyklus 2021 - Dynamics 365 Release Plan | Microsoft Docs 

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Author:
Sabine Meißner
Junior Sales Consultant