Digitalisierung

Fachpack 2021 – die wichtigsten Themen und Trends für die Druck- und Verpackungsindustrie

Pia Gegenhuber25.10.2021

Die Fachpack, die Messe für Verpackung, Prozesse und Technik findet jährlich in Nürnberg, Deutschland statt. Nach der Covid-19-bedingten Zwangspause vom letzten Jahr, erfreuten sich heuer wieder rund 24.000 Besucher*innen und über 750 Aussteller aus 33 Ländern an der Messe. Von der Messe haben wir die aktuellen Trends und Themen, sowie die Erwartungen der Druck- und Verpackungsindustrie mitgenommen und zusammengefasst.

Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft

Auf der Fachpack werden die Themen aufgriffen, die die Branche seit Jahren beschäftigen: Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Kreislaufwirtschaft, um nicht nur nachhaltig mit neuen Ressourcen umzugehen, sondern diese immer wieder weiterzuverwenden. Eine Studie des WWF und Systemiq, die auf der Fachpack vorgestellt wurde, zeigt Folgendes: In Deutschland bestehen immer noch 89% aller Kunststoffverpackungen aus Neumaterial und 50% der Verpackungsabfälle werden nach nur einmaliger Nutzung verbrannt. Damit gehen wertvolle Ressourcen für ein Kreislaufsystem verloren und der Anteil der recycelten und wiederverwendeten Materialien bleibt weiterhin verschwindend gering. In den nächsten Jahren werden weitere legislative Vorgaben erwartet, um Kunststoffabfälle zu minimieren und dadurch Treibhausgasemissionen einzusparen. Gesetzliche Vorgaben und Regulierungen verpflichten Verpackungshersteller derzeit nicht nur, sich über die Entsorgung ihrer Produkte Gedanken zu machen, sondern beinhalten auch Auflagen für einen verpflichtenden Recyclat-Anteil bei der Produktion. Das ist beispielsweise bereits bei PET Flaschen der Fall. Neben der Legislative verlangen aber vor allem auch die Endverbraucher*innen eine nachhaltigere Produktion von Verpackungsmaterial. Das zeigt sich vor allem durch ein bewussteres Kaufverhalten und verstärkter Nachfrage von nachhaltigen Produkten.

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Auch die illegale Müllentsorgung verschwendet Rohstoffe, die sonst im Kreislaufsystem wiederverwertet werden könnten. In Tamara Kornfeind’s Blog wird thematisiert, welche Maßnahmen zur Vermeidung dieser Umweltverschmutzung in der Schweiz ergriffen werden.

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Nachhaltige Verpackungsmaterialien

Ein klarer Trend, passend zum Thema Nachhaltigkeit, liegt ganz klar in den Verpackungsmaterialien. Dabei spielen Monomaterialien oder einfach trennbare Materialien eine große Rolle, um den Recyclingprozess zu optimieren und dadurch den Lebenszyklus der Materialien zu verlängern, sowie Ressourcen zu schonen. Aber auch alternative Verpackungsmaterialien wie Papier und biologisch abbaubare Verpackungen waren vermehrt bei den Messe-Ausstellern zu sehen. Laut aktueller Trendstudie der Fachpack (Trendradar) sind biologisch abbaubare oder kompostierbare Verpackungen von geringerer Relevanz als Materialien, die recyclebar sind und damit wieder im den Materialkreislauf kommen. Aber Achtung, biologisch abbaubar heißt nicht gleich kompostierbar. Mythen wie dieser werden in Tamara’s Blog thematisiert.

Verpackungsinnovationen: aktive, intelligente und smarte Verpackungen

In der Verpackungsindustrie kommen verstärkt innovative Lösungen wie aktive, intelligente und smarte Verpackungen zum Einsatz. Doch was ist das eigentlich? Aktive Verpackungen benutzen Komponenten wie Sauerstoff- und Ethylenabsorber, antimikrobielle Mittel und Antioxidantien, um die Qualität und Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Intelligente Verpackungen sind Verpackungssysteme mit integrierter Sensortechnologie, die zunehmend bei Lebensmitteln und Arzneimitteln zum Einsatz kommen. Sie nutzen Hardwarekomponenten wie Radiofrequenzidentifikationssysteme (RFID), Gasdetektoren, Temperatur- oder Frischeindikatoren. Mittels dieser Technologie kann die Haltbarkeit und Qualität von Produkten einfach überwacht und somit die Produkt- und Kundensicherheit gewährleistet werden. Beispielsweise kann durch eine Verfärbung des Etiketts aufgrund des Frischeindikators ein verdorbenes Lebensmittel klar gekennzeichnet werden. Weiters kann durch Verwendung solcher technologischen Komponenten auch die Herkunft des Produktes nachverfolgt werden. Smarte Verpackungen nützen beide Lösungen der aktiven und intelligenten Verpackung und können dadurch das Produkt sowie dessen Umfeld kontrollieren, als auch dessen Verfolgung und Rückverfolgung gewährleisten. Außerdem kann mit innovativen Lösungen wie dieser auch ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung gesetzt werden - das Produkt wird mit dem Internet verbunden und Informationen sind jederzeit abrufbar.

Als Anwendungsbeispiel für die Rückverfolgbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Produkten in der Lebensmittelindustrie wurde eine Verpackung von Fisch herangezogen: Der Endverbraucher scannt einen Barcode auf der Verpackung und bekommt alle Infos zu der Lieferkette des Produktes wie beispielsweise die Herkunft und den Verpackungsort.

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Fazit

Der Trend der nächsten Jahre forciert noch stärker Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Daher wird vermehrt auf Verpackungsmaterialien gesetzt, die auch wieder dem Materialkreislauf zugefügt werden können. Aber auch die Digitalisierung und Transparenz für Endverbraucher*innen sind derzeit und in Zukunft wichtige Themen für die Druck- und Verpackungsbranche. Wir bei COSMO CONSULT beraten Sie gerne, wie Sie Ihre Prozesse digitalisieren und einen Schritt in die Zukunft machen können.

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Author:
Pia Gegenhuber
Junior Sales Consultant