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Smarte Logistik: Kommissionierzonen-Optimierung

Michael Wilp22.01.2020

In der Logistik gibt es eine Reihe von Aufgaben und Prozessen, deren Optimierung ein hohes Maß an Komplexität und Abstraktion erfordert – so etwa die Kommissionierzonenoptimierung. COSMO CONSULT hat eine Lösung zur automatisierten und optimierten Platzierung von Artikeln entwickelt, die wir uns im Folgenden etwas genauer anschauen wollen.

Ziele der Kommissionierzonen-Optimierung

Das Grundziel der Kommissionierzonenoptimierung ist relativ schnell auf den Punkt gebracht: Artikel sollen im Lager optimal platziert werden, sodass die zurückzulegenden Wegstrecken bei der Lagerung soweit wie möglich minimiert werden können. Mitarbeiter holen die Artikel in den Kommissionierzonen ab und bereiten sie für den Versand vor; dabei folgen sie einem bestimmten Verfahren. Wenn die Kommissionierzonen eine gewisse Größe erreichen, können die zurückzulegenden Distanzen und die damit verbundenen Zeitaufwände erheblich sein, weshalb eine optimierte Artikelplatzierung in jedem Fall sinnvoll und effizienzsteigernd ist.

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Mit mathematischer Optimierung zu effizienter Logistik

Neben den langen Wegstrecken, die die Mitarbeiter zurücklegen müssen, erschweren Faktoren wie die Heterogenität der Kommissionieraufträge oder zusätzliche Restriktionen wie Kühlanforderungen die Planung. Auch Beschaffenheit und Gewicht der Artikel können die Lagerungslogik beeinflussen: So macht es beispielsweise wenig Sinn, schwere Zuckerkartons auf Eiern zu lagern.

Um die Artikelplatzierung zu optimieren, gilt es zunächst, die bestehende Logik – mit allen Einflussfaktoren und Nebenbedingungen – zu beschreiben und in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der Auftragshistorie Verbesserungsmöglichkeiten zu eruieren.

Wird eine derartige Planung und Analyse manuell vorgenommen, lassen sich nur wenige Platzierungsalternativen durchspielen und bewerten. Deshalb kommen mathematische Modelle und Algorithmen ins Spiel, um unterschiedliche Szenarien und Logiken simulieren zu können, mit dem Ziel, die wirkungsvollste Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall zu finden.

Effiziente Umlagerung, kürzere Wegstrecken

Konkrete Umsetzungsbeispiele unserer Kunden haben gezeigt, dass durch eine reine Optimierung der Artikelplatzierung die gefahrene Wegstrecke zwischen 10 % und 20% verkürzt werden kann. Hierbei stellte sich die Clusterung der Artikel nach Häufigkeit der Kommissionierung als besonders effiziente Maßnahme heraus.

Veranschaulicht werden kann das Ganze anhand der Abb. 1, die die Ausgangssituation (links) mit der optimierten Lösung (rechts) vergleicht. Es ist klar zu erkennen, dass die Clusterung nicht streng zur Mitte tendiert, da Teil-Clusterungen entstehen, weil gewisse Artikelkombinationen häufiger kombiniert werden als andere. Je öfter gewisse Artikel be- bzw. entladen werden, desto näher befinden sie sich am Ausgangspunkt in der Kommissionierzone.

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Ist die Optimierung der Artikelpositionen erfolgt, wird für die berechnete Lösung ein entsprechender Umplatzierungsvorschlag erstellt, der Artikelnummer, Ausgangs- und Zielposition umfasst (Abb. 2). Damit wird dem Kunden die Umlagerung erleichtert. Die Lösung ist als Webservice realisiert und lässt sich aus verschiedenen Standorten ansprechen und zentral verwalten. Dank kurzer Rechenzeiten von nur wenigen Minuten können verschiedene Szenarien parallel ausgewertet und verglichen werden.

Fazit

Mathematische Modelle und Algorithmen wie in diesem Beispiel können Ihre Logistikprozesse entscheidend verbessen. Ein optimiertes, sinnvoll geclustertes Lager spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Dir kurzen Rechenzeiten erlauben es, schnell auf Veränderungen in der Logik reagieren zu können und verschiedene Szenarien durchzuspielen. Zum Beispiel können aufwendige und kostspielige Investitionen (wie etwa der Aufbau zusätzlicher Lagerkapazitäten) genau berechnet und analysiert werden.

 

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Author:
Michael Wilp
Product Marketing Manager | COSMO CONSULT