Digitalisierung, Collaboration

Alles auf einer Plattform – Was ist das Common Data Model?

Michael Wilp25.04.2019

Durch den Digitalen Wandel werden neue Arbeitsmodelle, mobile und Home-Office-Szenarien immer wichtiger. Zugleich steigen die Anforderungen an die Ergonomie der Software: Moderne Systeme müssen bequem auf verschiedenen Endgeräten zu bedienen und in die gesamte Wertschöpfungskette integriert sein. Denn im digitalen Zeitalter arbeitet man gemeinsam an Aufgaben und will von jedem Ort auf wichtige Dokumente (bspw. Bestellungen oder Rechnungen) zugreifen. Die Grundlage für all dies ist das Microsoft „Common Data Model“ oder kurz CDM.

Eine Datensprache für alle

Das Common Data Model ist eine gemeinsame Datenplattform von Microsoft für alle Geschäfts- und Analyseanwendungen. Mit dem CDM kann man einfach verschiedene Systeme miteinander verbinden und unternehmensübergreifend die gesamte industrielle Wertschöpfungskette abbilden. Dazu gehört als Kernapplikation auch das ERP-System: Es hält die Informationen aus den verschiedenen Anwendungen vor, stößt Prozesse an und unterstützt aktiv alle Abläufe. Sichtbar wird das übrigens dadurch, dass Vieles unsichtbar wird: Technologie- und Systemgrenzen lösen sich auf zugunsten einer End-to-End-Unternehmensplattform.

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Mehr Demokratie wagen

Auch die modernen Digitaltechnologien profitieren von den Vorteilen des CDM. Microsoft geht es darum, Barrieren zu überwinden. Zum Beispiel Künstliche Intelligenz: Sie soll allen Unternehmen zu Verfügung stehen. Microsofts CEO Satya Nadella nennt das KI-Demokratisierung. Erreicht wird dies auf technologischer Ebene durch die Microsoft-Cloud-Infrastruktur Azure, in der alle Fäden zusammenlaufen. Dienste wie Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS) können somit einfach angeboten werden. Azure verbindet das komplette Microsoft-Ökosystem mit Partner-, Spezial- und Branchenlösungen und ermöglicht es zugleich, moderne KI-Funktionalitäten zu nutzen. Und genau hier kommt das Common Data Model ins Spiel.

Bye-bye Anwendungsgrenzen!

Die verschiedenen Geschäftsanwendungen und Funktionalitäten stellen sich nämlich in der neuen Microsoft-Philosophie als Dienste dar. Das CDM liefert dabei standardisierte und erweiterbare Datenschemata, die die Konsistenz der Daten über alle Anwendungen und Geschäftsprozesse hinweg gewährleisten. Auf diese Weise werden die einzelnen Dienste zusammengeführt – ERP- und CRM-Funktionalitäten, Power BI und Bürokommunikation mit Office365 (Exchange/Outlook, Excel, und Word, …) und natürlich auch Eigenentwicklungen mit den Microsoft PowerApps. Außerdem stehen in dieser offenen Plattformarchitektur diverse Anwendungen zur Integration von Anwendungen von Geschäftspartnern zur Verfügung.

Common Data Model - Integration der Systeme

Fazit

Das Common Data Model von Microsoft implementiert eine einheitliche Datenstruktur in alle Geschäftsanwendungen der Dynamics 365-Welt. Dabei werden nicht nur die unstrukturierten Kommunikationsinhalte aus Office 365 mit den strukturierten Geschäftsprozessdaten verknüpft, sondern auch Daten aus sozialen Netzwerken wie beispielsweise LinkedIn. Außerdem wird es durch das CDM ganz einfach möglich, mit dem PowerApp-Baukasten eigene Geschäftsapplikationen zu entwickeln, Daten aus unterschiedlichen im Unternehmen verteilten Quellen mit Microsoft Flow zu synchronisieren und mithilfe der Business-Intelligence-Plattform Power BI individuelle Datenanalysen zu erstellen.

Haben Sie selbst schon Erfahrungen mit dem Common Data Model, Microsoft Flow oder den PowerApps gesammelt? Welche Tipps würden Sie Einsteigern geben?

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Author:
Michael Wilp
Product Marketing Manager | COSMO CONSULT